Nachhaken nervt.
abgelegt im Archiv Selbst-Management am 23.06.10

© bettybraun
Ist es nicht eine Schande, dass wir fast täglich irgendwelchen Dingen hinterherlaufen, wo wir nachhaken müssen, weil sich der Geschäftspartner nicht an die vereinbarten Absprachen hält.
Erst letzte Woche haben mir gleich drei Geschäftspartner hoch und heilig versprochen, dass sie sich bis xy-Termin melden. Aber es ist nix passiert! Versprechen sind nicht da, um sie einzuhalten.
Ist das ein Zeichen unserer Zeit? Bedingt durch Hektik, Stress und tausend Aufgaben auf einmal? Oder ein Zeichen des Werteverfalls? Zählt der andere nichts mehr?
Meine Meinung dazu: Versprechen zu brechen ist geschäfts- und rufschädigend. Mit nicht eingehaltenen Versprechen, sei es auch Unpünktlichkeit vergraule ich mein Gegenüber und drücke ihm mangelnde Wertschätzung aus. Ein Versprechensbruch ist ein Vertrauensbruch und führt in letzter Konsequenz zum Geschäftsabbruch.
Sind uns diese Folgen nicht allen bewusst? Man könnte es fast annehmen.
Und das Schlimme bei der ganzen Sache: Die Abhängigkeit vom Versprechen macht uns zum Bittsteller, weil wir nachhaken werden. Ist die Frist verwirkt, laufen wir auf, rufen an, fragen nach. Das nervt den Nachfrager wie den Versprecher im gleichen Maße. Denn der Versprecher wird an seine Unzulänglichkeiten erinnert und das trifft ihn.
Also was tun? Ich fordere heute einen "Tag des Versprechens"! Macht Eure Versprechen wahr und wenn's mal nicht temringerecht klappt, dann ist ein Zwischenbescheid das Mindeste. Meint Ihr nicht auch?

© bettybraun
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