Zeitdruck: Projekte dennoch erfolgreich beenden
Posted by admin in Selbst-Management

Dieses fünfseitige sehr praxisorientierte Whitepaper von Prof. Dr. Jörg Knoblauch trifft gerade meinen persönlichen Nerv:
Projekt-Krisen meistern: Zeitdruck, Chaos, Kurzschluss – da geht noch was
Mir gefällt, dass hier pragmatische Vorgehensweisen gekoppelt werden mit den psychischen Ebenen, ich fühle mich beim Lesen ziemlich ganzheitlich abgeholt und habe das Gefühl, die Tipps sind umsetzbar.
Aus anderer Ecke habe ich kürzlich noch einen Tipp bekommen, was man tun kann, wenn man bei einem Projekt enorm unter Zeitdruck steht und vor lauter Panik schon gar nicht mehr rangehen mag, sondern tief im Herzen lieber auf ein Wunder warten würde, damit sich die Arbeit "von selbst" macht:
Man sollte einerseits das Arbeiten an diesem Projekt zu einer persönlichen "Lieblings-Schrulle" machen. Sich also sozusagen einreden, dass es eben eine sympathische "persönliche Macke" sei, dass man nichts lieber tun möchte, als jetzt an dem Projekt weiterzuarbeiten.
Und zum zweiten solle man ganz strikt auf pedantische Regelmäßigkeit in den Zeitabläufen achten. Also ganz scharf umgrenzte tägliche Zeitfenster festlegen, in denen man an dem Projekt arbeitet. Zum Beispiel: Täglich von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr und von 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr. Und sich strikt daran halten. Egal, was kommt. Und man solle auch wirklich genau nach Ablauf des Zeitfensters die Arbeit an dem Projekt beenden – selbst, wenn man sich dann gerade im wundervollsten flow befindet und es gerade richtig toll fluppt.
Mir wurde gesagt, dieses Vorgehen setze innerhalb weniger Tage enorme kreative Ressourcen frei, weil sich das Gehirn ganz schnell an diese Regelmäßigkeit gewöhne.
Tja, was soll ich sagen: Ich hab's ausprobiert, und es funktioniert tatsächlich. Nach zwei bis drei Tagen schien mein Gehirn sich auf diese Regelmäßigkeit eingeschossen zu haben und war zu den "verabredeten" Zeiten enorm konzentrationsfähig und völlig fokussiert auf die Arbeit an dem Projekt.
Und was lernen wir daraus? Menschliche Gehirne sind ähnlich wie Katzen ziemliche "Spießer"
: Sie brauchen und schätzen ganz regelmäßige Tagesabläufe.
Wie auch immer: Für diese Tipps bin ich sehr dankbar.
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Die Erkenntnis daraus hat allerdings noch eine zweite Seite: Wir sind Gewohnheitstiere. Und Gewohnheiten machen gelegentlich blind für Neues, sie bremsen Veränderungen, machen träge und unflexibel. Jede Medaille hat eben 2 Seiten.