Zeige ja nicht zuviel – der Zeigarnik-Effekt.
Posted by admin in Kommunikation

Kennt Ihr den Zeigarnik-Effekt? Ich denke schon. Der Name dieses Effektes ist nicht jedem von Euch bekannt, doch den Inhalt, den kennt Ihr ganz bestimmt. Ich bin erst kürzlich über diesen Effekt gestolpert und möchte Euch das Prinzip nicht vorenthalten.
Es dreht sich um das Phänomen, dass unser Gehirn ein Tyrann ist. An alle ungelösten Probleme, offenen Schubladen erinnert es uns – immer wieder bis es erledigt ist. Das heißt auch, dass wir uns auf unser Hirn verlassen können – denn ungelöste Aufgaben vergisst es nicht. Dagegen werden gelöste Aufgaben schnell in die Ablage gelegt. Wie im richtigen Arbeitsleben. Ungelöste Fälle stapeln sich, gelöste Aufgaben werden abgelegt. Ob allerdings unser Hirn im rechten Moment daran denkt, das bezweifele ich. Aber das ist ein anderes Thema.
Und wie können wir diesen Zeigarnik-Effekt oder auch Cliffhanger-Effekt für unsere Praxis nutzen? Geschickt eingesetzt wird er in der Werbung, in Kunden-Anschreiben, in Vorträgen und Seminaren häufig verwendet. Eine Botschaft wird nur kurz eingeblendet, das Ende wird einem vorenthalten. Damit kann die Spannung bis zum Schluss gehalten werden und man macht sich dem menschlichen Urtrieb “Neugierde” zu nutze. Wenn allerdings die geschürte Neugierde nicht befriedigt wird, sind wir tierisch enttäuscht.
Also:
- Macht Eure Anschreiben interessant, weckt bsp. mit dem Teaser den “Tiger” in Euren Kunden.
- Nutzt diese Erkenntnis auf Eurer Webseite. Verzweigt auf eine Unterseite und bringt erst dort die komplette Lösung.
- Weckt bei Euren Zuhörern die Neugierde, indem Ihr etwas ankündigt, das Ihr später erst näher erläutern wird.
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