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Wunschkunden-Blogparade

abgelegt im Archiv Akquise am 16.09.07

Wunschkunden-Blogparade
Heute geht sie los bei Heide Liebmann, die Blogparade zum Thema Wunschkunden. Spannendes Thema, finde ich. Bin ich natürlich dabei.

Ich erzähl mal ein Beispiel, wo es nicht geklappt hat bei mir. Gut, vielleicht haben mir nur der nötige Biss und die Ausdauer gefehlt, aber ich hab das Kapitel begraben, weil sich einerseits bei mir sowieso alles anders ergeben hat und andererseits sich die Einstiegsschwierigkeiten doch als wesentlich massiver erwiesen haben, als ich vorweg angenommen hatte.

Man muss auch mal ne Kehrtwendung machen können, wenn's nicht passt.

Also, die Geschichte: Fast 15 Jahre lang hab ich im Musikbusiness als Künstlermanagerin, Tourpromoterin, Musikverlegerin gearbeitet (selbstständig, versteht sich). Ich gab das Business dann auf, weil ich einfach nicht mehr mochte und wegen eines Burnt Out auch nicht mehr konnte.

Sechs Jahre lang habe ich dann Werbetexte gemacht und immer mehr Marketing-Beratung. In vielen Branchen, aber nicht im Musikbusiness. Durch die Recherchen für ein Buch bin ich dann wieder mit all den Kollegen, Künstlern und Mitbewerbern von früher in Kontakt gekommen, war wieder auf Festivals und Branchen-Events - diesmal allerdings als Gast - und stellte fest: Ich hab Sehnsucht, ich will zurück in den Rock'n Roll.

Was also lag näher, als meine Kompetenzen zu bündeln: Sechs Jahre Erfahrung in der Marketing-Beratung und noch viel länger praktische Erfahrung im Musikbusiness. Und daraus wird: genau: Eine Marketingberatung für Firmen im Musik- und Entertainment-Business.

Absolut naheliegend und erfolgversprechend - dachte ich. Schließlich kenne ich ja all meine potenziellen Kunden als frühere Kollegen - das Musikbusiness ist doch recht übersichtlich, sie mochten mich und wussten, was ich als kleine Company geleistet habe.

Aber: weit gefehlt. Die ersten Versuchsballons ergaben, dass man mich als Marketingberaterin nicht ernst nahm. Eben, WEIL man mich von früher als Inhaberin einer kleinen, regen aber nicht suuupererfolgreichen Firma kannte. Die ich nach knapp 15 Jahren aufgegeben habe. Obwohl ich nicht aufhörte, weil ich insolvent war und jeder das wusste, hat sich in den Köpfen festgesetzt, dass ich gesteckt habe.

Und mal ehrlich, so dachten meine ehemaligen Kollegen: "Die Kleine, deren Firma nie auch nur annähernd so erfolgreich war wie die unsere, die will uns jetzt erklären, wie's geht?"

Tja, dass ich inzwischen sechs Jahre lang hauptsächlich Unternehmen in Sachen Marketing und zunehmend auch zum Thema "Führung der eigenen Marke" beraten habe, haben die lieben Ex-Kollegen eben nicht mitbekommen.

Tja. Schade eigentlich. Wie gesagt, durch meine Auswanderungspläne nach Namibia wird ja nun eh alles anders, aber ich denke, ich habe einen groben Fehler begangen:

Zwar hatte ich meine Wunschkunden gefunden. Aber ich hatte nicht bedacht, dass zu einem Geschäftsverhältnis zwei gehören. Ich hatte schlicht nicht damit gerechnet, dass man mir die Kompetenz abspricht, eben WEIL man mich "von früher" in einer anderen Funktion kennt. Und mich eben genau deswegen NICHT als Beraterin will.

Also auf der Suche nach euren Wunschkunden auch immer die andere Seite im Kopf haben: Wollen die auch euch?

Permalink: Wunschkunden-Blogparade

Tags: Blogparade  BlogKarneval  Wunschkunde 

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