Wie kriege ich den Alltag geregelt?
Posted by admin in Selbst-Management

© dierk schaefer
Tausend Gedanken schwirren einem gewöhnlich durch den Kopf. Wir Menschen haben über durchschnittlich 40.000 Gedanken an einem einzigen Tag. Mit dieser höllischen Anzahl müssen wir erstmal zurecht kommen. Die gute Nachricht: Häufig sind es die gleichen Gedanken. Damit die Gedanken den Kopf entlasten, sollten sie sortiert und geordnet werden.
Hierzu hat david Allen eine Methode entwickelt, die "Wie kriege ich den Alltag geregelt"-Methode, auf englisch: Getting- Things-Done.
Zu der ausführlichen Beschreibung dieser Methode hier ein Link.
Vom Grundsatz her geht es um ein System, das nur in seiner Ganzheit seine Wirkung hat. Es sind 5 Schrittfolgen zu beachten:
- Kopf entleeren durch Gedanken aufschreiben
- Beim Notieren der Gedanken gleich entscheiden, was der nächste Schritt sein wird.
- Organisieren durch Bildung gleichartiger Kategorien
- Regelmäßig durchschauen, d.h. mit Erinnerungshilfen werden wir an die Gedanken regelmäßig erinnert, sodass gewährleistet wird, dass keine Gedanken verloren gehen
- Durchführen, nur wer etwas tut kommt tatsächlich voran
Durch das Aufschreiben und die Erinnerungshilfen können wir uns konzentriert der eigentlichen, gerade anstehenden Aufgabe widmen. Wir entlasten unser Hirn ungemein und arbeiten dadurch stressfreier.
Ich arbeite mittlerweile auch mit dem System. Als Erinnerungshilfe habe ich mir eingerichtet:
- die bereits exisiterende Terminliste, die um den Erinnerungstermin für die Durchsicht meiner Erinnerungshilfen Woche für Woche ergänzt wird.
- eine auf dem Desktop befindliche Excel-Datei namens "Erinnerungshilfen", bei der ich drei Register eingerichtet habe: Laufende Projekte/Eventuelle Projekte/Warteliste. Damit habe ich alles Kopfbelastende vom Hirn in den Computer verlagert. Durch die regelmäßige Durchsicht-Verpflichtung verliere ich wenig bis gar nichts aus den Augen.
Wie findet Ihr diese Idee?
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Hallo Heike,
nach dem ersten Artikel im Juni, wollte auch ich mich mal von der GTD-Methode überzeugen lassen und so versuchte ich für ein paar Tage den Regeln der Priorisierung zu trotzen und stattdessen alle Aufgaben gleichwertig zu behandeln, dafür zu kategorisieren.
Mein Ergebnis:
Ohne Prioritäten geht es eben doch nicht. Aber seitdem trage ich meine Aufgaben gewissenhaft in meinen iCal Kalender ein, meist mit Termin und Erinnerung. Außerdem erfreut sich bei mir der Notizzettel (Mac OSX) größter Beliebtheit für die beinahe unwichtigen Aufgaben. (siehe auch http://blog.erdmania.de/?p=41 )
Deine Excel-Liste wäre mir persönlich etwas zu schwerfällig, da Excel bei mir in der Hauptarbeitszeit einfach zu lange lädt.
In der Hinsicht finde ich die 3 Boxes of Joy Variante (http://praegnanz.de/weblog/meine-gtd-methode-three-boxes-of-joy ) noch ganz interessant, die sich sicherlich nicht nur mit dem Mac und Notizzettel umsetzen lässt.
Grüße, der Dennis
Hallo Dennis,
freut mich erstmal, dass Du die Methode gleich umgesetzt hast. Da bist Du sicherlich einer der Wenigen, die die Kraft zum Neuen haben.
Ich denke die GTD-Methode bietet viele gute Ansätze. Als das Allheilmittel kann es allerdings nicht gesehen werden. Ich pflückte mir den sinnvollen Gedanken der kategorisierten Erinnerungslisten heraus und habe es im Alltag integriert. Der Rest exisitierte schon irgendwie.
Zu den Listen: Jeder sollte ein System finden, das zu seiner Arbeitsweise passt. Du arbeitest mit iCal Kalender – kenne ich z.B. gar nicht. Ich arbeite gerne mit Excel. Wichtig ist nur, dass das System einem vertraut ist und nicht zusätzliche Hemmschwellen aufbaut. Sonst arbeitet man auch nicht damit.
Viele Grüße
Heike
Liebe Frau Eberle,
die Idee, sich eine Erinnerungshilfe zu setzen, um sich daran zu erinnern, die Erinnerungsliste durchzusehen, finde ich sehr gut. Ohne diese regelmäßige Durchsicht besteht das Risiko, dass man sich nicht mehr auf das System verlässt, sondern doch wieder den Kopf dafür nutzt wenn nicht sogar “missbraucht”. Wenn man seine Listen regelmäßig durchsieht, kann man sicher sein,dass man sich auf sie verlassen kann.
Ich habe vor kurzem auch etwas zu der Methode gebloggt:http://blog.monika-birkner.de/2008/getting-things-done-gtd/
Herzliche Grüße
Monika Birkner
Hallo Frau Birkner,
schön, dass sich die beiden Beiträge über GTD gefunden haben – und das recht zeitgleich! Ihre Anmerkungen für den kreativen Unternehmer sind eine wunderbare Ergänzung zu meinem Beitrag, ich danke Ihnen für Ihre Beiträge und freue mich auch einen regen Austausch!
Herzliche Grüße
Heike Eberle
Hallo Heike,
wir haben uns ja schon mal über GTD unterhalten – doch ich bin einfach zu chaotisch dazu. Aber du hast Recht, mit einem selbstgewählten zugeschnittenen System läuft´s hervoragend. Ich habe mich an 43 Folder orientiert. Jetzt bräuchte ich nur noch die Zeit alles so einzurichten, das ich nirgend anders mehr Merkhilfen etc hätte….
Hallo Nadine,
schön, dass Du Dich auch auf ein neues “Experiment” einlässt. Die 43 Folder praktiziere ich selbst nicht. Ich weiß allerdings von einem Kollegen, der dieses System in seinem Büro handhabt. Erfolgreich handhabt. Und mach dir keinen Stress, alles gleich perfekt zu haben. Wichtig, so finde ich, dass Du mit dieser Methode ein gutes Gefühl hast und Du Dich mit ihr wohlfühlst. Mit meinen Erinnerungshilfen fühle ich mich pudelwohl. Ich weiß, dass ich alle “Zutaten” für mein Geschäft automatisch, quasi als Express-Sonderservice geliefert bekomme. Und das finde ich sehr beruhigend. Es schwellt nirgendwo mehr etwas im Kopfe herum, man kann genüsslich in den Feierabend gehen.