20Mrz
Twitter - Web 2.0-verliebter Unsinn?

Hmm, was ich DAVON halten soll, weiß ich nu noch gaa nich. Gestern lud mich Klaus (Dankeschön!) zu twitter ein.

Schrieb was von hohem Suchtpotenzial. Vielleicht bin ich ja ein bisschen "blond", aber mir hat sich noch nicht erschlossen, was DAS bringen soll.

CIO-Blogger-Kollege Wolfgang steht dem Ganzen auch sehr skeptisch gegenüber, erklärt aber gut, was twitter iss:

Dabei handelt es sich um eine Plattform, auf der man per SMS, am PC oder Instant Messaging kurze Posts von maximal 160 Zeichen in ein persönliches Tagebuch schreiben kann. Diese Einträge sind wie in einem Blog chronologisch geordnet und enthalten meist so interessante Informationen wie "Ich gehe jetzt in die Kneipe" oder "Bin gleich Am Bahnhof und fahre im ICE nach Berlin".

Das können dann andere Leute lesen und den Kontakt herstellen, weil sie auch in dem Zug sitzen oder mit einem in der Kneipe ein Bier trinken wollen. Außerdem werden vorher festgelegte Personen ("Buddies") automatisch per SMS über jeden neuen Eintrag informiert. Auf dass sie sich spontan zu einem Kneipenbesuch oder zu einer Zugfahrt nach Berlin animieren lassen. Das Ganze funktioniert auch umgekehrt: Ich beobachte die Tagebücher anderer Leute (weil ich ja sonst nichts zu tun habe) und stelle bei Bedarf den Kontakt zu ihnen her.

Ah, jetzt, ja.

Ich guck mir det mal ne Weile an, aber bisher assoziiere ich zu dem Teil eher sowas wie nen Kropf, also von der Überflüssigkeit her. Denn:

Ich kann Mails verschicken über mein Mailprogramm, online, über Netzwerke wie Xing.

Ich kann chatten über ICQ oder sonste wat,

kann Shortmessages verschicken über mein Handy oder z. B. über Skype,

kann meinen Senf zu allem und jedem abgeben in meinem Blog,

kann mich selbst/mein Unternehmen darstellen auf meinen Websites, über mein Xing-Profil, über mein MySpace-Profil oder über Einträge in zig anderen Plattformen.

Und nun auch noch twitter. Bei all den online-Äußerungen, die ich so tun soll: WANN bitte soll ich denn noch arbeiten?

Und: Ja, Blogger sind sicher ein bisschen extrovertierter als andere, haben sicher auch eine exhibitionistische Ader, sonst würden sie es nicht so lieben, in jedem Posting auch etwas von ihrer Person herzugeben.

Aber ich glaube, es macht mich nicht glücklicher, die Welt wissen zu lassen, ob ich mit dem linken oder dem rechten Fuß zuerst in den ICE einsteige. Na ja, ma abwarten. Vielleicht finde ich mich ja plötzlich unter dem Baum der Erkenntnis wieder. Dann werde ich euch sicher berichten.


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8 Responses to “Twitter – Web 2.0-verliebter Unsinn?”

  1. Ich habe ja für meinen CeBIT-Besuch einen kleinen Selbstversuch mit Twitter gestartet. Für Verabredungen mit mehreren Leuten, Einladungen zu Blogger-Stammtischen und dergleichen ist es ja ganz witzig. Aber gestern habe ich erst mal die Benachrichtigung aufs Handy wieder abgestellt. Ständig irgendwelche SMS von (zwar lieben) Leuten, die mitteilen, was sie gerade im Radio hören, im TV schauen oder essen, war einfach zu viel. Und umgekehrt habe ich auch keine Lust, ständig aller Welt meine aktuelle Tätigkeit mitzuteilen …. Verdammt, gerade kommt schon wieder eine SMS. Klaus teilt mit, dass er jetzt aufgestanden ist und seine eMails liest. Irgendwie lässt sich die Benachrichtigung wohl doch nicht so einfach deaktivieren.

  2. Elke Fleing sagt:

    Wie, man kann sich diese ganzen Nachrichten auch noch auf’s Handy schicken lassen… O Gott, das gibt doch definitiv data overflow. Nee, nee, det fang ick ja nich erst an…

  3. Nun ja, ich hätte vor dem Hype der letzten Tage beinahe mal nen Job via Twitter an Land gezogen. a sich reicht mir das als Argeiment. Und mit einem Kontakt werd ich mich wg. twitter wohl heute bei der CeBIT treffen (er twitterte dass er da ist, sein Blog hätte ich heute SICHER nicht gelesen…). hier auf der Cebit hab ich Twitter sogar aufm Handy an… sonst ist mir das glaub ich zu nervig…
    Ach ja und meine beiden Joost-Invites hab ich auch via Twitter vergeben…

    Also ich sehe da Potential – Think: Channels….

  4. Nun ja, ich hätte vor dem Hype der letzten Tage beinahe mal nen Job via Twitter an Land gezogen. An sich reicht mir das als Argument. (Lag nicht an Twitter dass es nicht klappte ;) ) Und mit einem Kontakt werd ich mich wg. twitter wohl heute bei der CeBIT treffen (er twitterte dass er da ist, sein Blog hätte ich heute SICHER nicht gelesen…). hier auf der Cebit hab ich Twitter sogar aufm Handy an… sonst ist mir das glaub ich zu nervig…
    Ach ja und meine beiden Joost-Invites hab ich auch via Twitter vergeben…

    Also ich sehe da Potential – Think: Channels….

  5. wabe sagt:

    Was bin ich manchmal froh, dass ich so rückständig bin und ich denke, ich werde es auch noch eine Weile bleiben.

  6. ben sagt:

    Den Herrn Schäuble freuen solche Trends ;-)

  7. Berliner sagt:

    Museum für Fotografie
    Jebensstraße 2
    10623 Berlin-Charlottenburg

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