Sparen ohne Opfer
abgelegt im Archiv Strategie am 23.01.09

© DoJoe
Die Konjunkturkrise macht nachdenklich. Viele Entscheider in höheren Unternehmenshierarchien, aber auch Selbständige und Solo-Unternehmer, stehen vor der Frage, wie sie nachhaltig kosten senken können. Ein möglicher Ansatz gibt Kai-Jürgen Lietz mit seinem brandaktuellen Buch "Sparen ohne Opfer".
Eine interessante Unterscheidung macht er, indem er provozierend feststellt:
- Es gibt Kosten, die zu Mehrwerten führen.
- Und Kosten, die keine Mehrwerte beinhalten.
Klingt auf den ersten Blick plausibel und paradox zugleich. Können Kosten überhaupt Mehrwert darstellen? Denkt man darüber nach, dann liegt dahinter die Kosten-Nutzen-Betrachtung. Klar können Kosten Nutzen haben! Eine Software, die 5000 EUR kostet, kann eine Arbeitskraft mit 30.000 Jahresgehalt einsparen. Und umgekehrt kann ein neuer LKW, der 60.000 EUR in der Anschaffung kostet, keinen spürbaren Mehrwert erzeugen aufgrund mangelhafter Auslastung.
Warum kaufen wir uns beispielsweise ein neuer Fernseher mit toller Technik, um ihn lediglich am Wochenenden stolz den Gästen vorzuführen?
Kai-Jürgen Lietz öffnet uns die Augen für eine überhand gewordene Verschwendungssucht. Dazu gehören die neuen Techologien, die uns Genialität versprechen. Aber sind wir dafür überhaupt aufgeschlossen.
Ein persönliches Beispiel: Ich wurde von einem guten Freund infiziert ein TomTom-Navigationsgerät zu kaufen. Schön und gut, das Gerät steht jetzt in meinem Büro und wartet auf zahlreiche Einsätze. Da ich mit diesem Gerät seit Kauf auf Kriegsfuß stehe, weil es mich bei meiner ersten Fahrt im Stich ließ, lasse ich dieses Gerät links in der Ecke stehen. Eine reine Verschwendung. Deshalb ein kurzer Tipp vor jeder Entscheidung: Fragt Euch besser, brauche ich das wirklich?

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Permalink: Sparen ohne Opfer
Tags: Entscheidungen sparen geizistgeil Technologien
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Kommentar von:
David
(24.01.09 12:15 Uhr)
Ich frag mich oft wie sinnvoll ist es immer nur einzusparen. Wäre es nicht zielführender für Unternehmer zu überlegen wie man die Einnahmen erhöhen kann?
Kommentar von:
Heike Eberle
(26.01.09 13:36 Uhr)
Hallo David,
dieses vorgestellte Einsparungskonzept ist auf einer anderen Ebene zu sehen. Hier geht es nicht einfach um rationalisieren, hier geht es um kluges Rationalisieren.
Sicher ist es auch gut, Einnahmen zu erhöhen: aber mal ganz ehrlich, gelingt es in der jetzigen Zeit, wo alle Welt spart, wo jeder sein Budget schürt, Einnahmen zu erhöhen?
Aus diesem Grunde gilt es mit einer klugen Opfermentaliät Geld einzusparen oder mit einer Opfermentalität Einnahmen trotzdem zu erzielen.
Herzliche Grüße
Heike
dieses vorgestellte Einsparungskonzept ist auf einer anderen Ebene zu sehen. Hier geht es nicht einfach um rationalisieren, hier geht es um kluges Rationalisieren.
Sicher ist es auch gut, Einnahmen zu erhöhen: aber mal ganz ehrlich, gelingt es in der jetzigen Zeit, wo alle Welt spart, wo jeder sein Budget schürt, Einnahmen zu erhöhen?
Aus diesem Grunde gilt es mit einer klugen Opfermentaliät Geld einzusparen oder mit einer Opfermentalität Einnahmen trotzdem zu erzielen.
Herzliche Grüße
Heike
Kommentar von:
Entscheiderblog
(26.01.09 16:56 Uhr)
Vielen Dank für die Erwähnung meines neuen (Kurz-)Buches.
Meine Absicht liegt gerade darin, uninspirierten Budgetkürzungen und Entlassungen ein intelligentes Konzept gegenüber zu stellen.
Wir als Unternehmer wollen ja trotz der Krise unsere Ziele erreichen. Wir dürfen uns nicht durch eine rigorose Kostenreduzierung strangulieren.
Richtig sparen heißt, auf Verschwendung zu verzichten. Und diese findet häufig statt, weil der Entscheider sich nicht genau genug mit seinem Bedarf befasst hat. Viel zu oft passiert es, dass wir uns von falschen Beratern, der Werbung oder den Medien einreden lassen, wir bräuchten den letzten Schlenker der technologischen Entwicklung.
Im Nachhinein betrachtet sind wir dann meistens schlauer, aber auch um einige Euro ärmer...
Wenn wir diese Euros einsparen, dann tut das nicht weh und wir müssen keine Opfer bringen. :-)
Liebe Grüße
Kai-Jürgen Lietz
Meine Absicht liegt gerade darin, uninspirierten Budgetkürzungen und Entlassungen ein intelligentes Konzept gegenüber zu stellen.
Wir als Unternehmer wollen ja trotz der Krise unsere Ziele erreichen. Wir dürfen uns nicht durch eine rigorose Kostenreduzierung strangulieren.
Richtig sparen heißt, auf Verschwendung zu verzichten. Und diese findet häufig statt, weil der Entscheider sich nicht genau genug mit seinem Bedarf befasst hat. Viel zu oft passiert es, dass wir uns von falschen Beratern, der Werbung oder den Medien einreden lassen, wir bräuchten den letzten Schlenker der technologischen Entwicklung.
Im Nachhinein betrachtet sind wir dann meistens schlauer, aber auch um einige Euro ärmer...
Wenn wir diese Euros einsparen, dann tut das nicht weh und wir müssen keine Opfer bringen. :-)
Liebe Grüße
Kai-Jürgen Lietz
Kommentar von:
Heike Eberle
(27.01.09 7:57 Uhr)
Hallo Herr Lietz,
schön, dass Sie den Bloglink gefunden haben. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie manche Unternehmer/Entscheider sich einen technischen Schnick-Schnack zulegen müssen, obwohl sie es niemals benutzen. Da steht dann ein teures Gerät jahrelang in der Ecke und nimmt noch u.Umständen teueren "Lagerplatz" ein. Welch eine Verschwendungssucht herrscht in manchen Unternehmen!
Wie sind Sie eigentlich auf den Titel "Sparen ohne Opfer" gestossen? Ich finde dieser Titel macht neugierig in der noch "Geiz-ist-Geil-Gesellschaft". Verschwendung hat ja auch schon das Kaizen-Konzept untersucht und ist thematisch nicht ganz neu.
Ich wünsche Ihnen mit Ihrem neuen Buch viel Erfolg!
Liebe Grüße
Heike Eberle
schön, dass Sie den Bloglink gefunden haben. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie manche Unternehmer/Entscheider sich einen technischen Schnick-Schnack zulegen müssen, obwohl sie es niemals benutzen. Da steht dann ein teures Gerät jahrelang in der Ecke und nimmt noch u.Umständen teueren "Lagerplatz" ein. Welch eine Verschwendungssucht herrscht in manchen Unternehmen!
Wie sind Sie eigentlich auf den Titel "Sparen ohne Opfer" gestossen? Ich finde dieser Titel macht neugierig in der noch "Geiz-ist-Geil-Gesellschaft". Verschwendung hat ja auch schon das Kaizen-Konzept untersucht und ist thematisch nicht ganz neu.
Ich wünsche Ihnen mit Ihrem neuen Buch viel Erfolg!
Liebe Grüße
Heike Eberle
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