Namen merken – Aha, geht doch
Posted by admin in Tools
Mit dem Gedächtnis ist das ja so eine Sache. Meistens verlässt es einen, wenn man's am dringendsten braucht. Dafür fallen einem in den unmöglichsten Situationen die krudesten Sachen wieder ein. Kennt ihr wahrscheinlich auch alle, oder?
Wie nützlich es besonders im Business-Alltag sein kann, ein gutes Namens-Gedächtnis zu haben, wissen wir:
Menschen freuen sich und fühlen sich respektiert, wenn man sich an ihren Namen erinnern kann, auch, wenn man sich noch nicht so gut kennt. Mit dieser Fähigkeit kann man in zwischenmenschlichen und geschäftlichen Beziehungen richtig punkten.
Die Wahrheit, warum man sich Namen nicht merkt, liegt oft hierin begründet:
Wir hören den Namen einen Menschen meist dann zum ersten Mal, wenn er uns zum allerersten Mal begegnet. In Persona oder am Telefon.
In der Anfangsphase einer begegnung ist unser Gehirn aber voll beschäftigt: Wir scannen mit allen Sinnen die "neue" Person: Wie sieht sie aus, welche Attitüde zeigt sie, wie bewegt sie sich, welche Gerüche gehen von ihr aus, wie klingt die Stimme. Wir sind mit allem möglichen beschäftigt, aber nicht damit, Inhalte des Gesagten aufzunehmen. Wir hören also inhaltlich gar nicht zu. Ergo können wir uns ganz zu Beginn einer Begegnung – und das sind meistens die Momente, in denen wir auch den Namen zum ersten Mal hören – auch nicht merken, WAS gesagt wird. Hingegen registrieren wir sehr wohl und speichern das auch, WIE etwas gesagt wird.
Früher war ich mal richtig, richtig gut im Namen merken, hab aber deutlich nachgelassen. Inzwischen ertappe ich mich auch öfter bei der Ausrede: "Hach, ich hab so ein schlechtes Namensgedächtnis."
Was übrigens erwiesener Maßen eine Ausrede ist – die eigentlich nicht gilt. Man kann diese Fähigkeit nämlich ganz einfach trainieren. Ist gar nicht so schwer.
Man muss "nur" sein Gehirn darauf trainieren, bei einer Vorstellung auch INHALTLICH zuzuhören: "Achtung, jetzt sagt er/sie seinen Namen. Gut zuhören und merken!" Wenn man das kontinuierlich durchzieht, gewöhnt sich das Gehirn ziemlich schnell an dieses Vorgehen, das nicht zu seinem normaler Weise abgespulten Programm gehört, habe ich festgestellt.
Zum Thema Namen merken hat Gunda Mohr diplomiert und im Rahmen ihrer Diplomarbeit ein kostenfreies Trainingsprogramm online gestellt. Das sie netter Weise auch nach Abschluss ihrer Arbeit online lässt.
Im Zuge guter Vorsätze (ist denn schon wieder Silvester?) habe ich heute damit begonnen.
Die ganze Site ist erfrischend schlank und übersichtlich gestrickt, die Tricks lassen sich schnell verinnerlichen und gut merken, das Trainingsprogramm macht Spaß. Toller Service, dankeschön, Gunda – ha, Name gemerkt
You can leave a response, or trackback from your own site.
Ein gutes Namensgedächtnis ist kein Zufall, mann kann es trainieren! Was mit unserem Gehirn möglich ist kann man hier eindrucksvoll sehen: http://www.gloschewski.de