Ist Erfolg alles?
Posted by admin in Work-Live-Balance

Bei Jochen im Blog geht's gerade in vielen Postings und Interviews um Erfolg. Mensch, Jochen, du hast gerade so viele Postings, die ich spannend finde und am liebsten weiterspinnen möchte… Das geht so nicht. Ich kann doch nicht täglich dein Blog referenzieren. Wie sähe das denn aus? Mach doch mal was Langweiligeres…
Gestern waren ein paar Fragen zu lesen, die uns helfen können, überhaupt mal rauszukriegen, was für uns "Erfolg" überhaupt konkret bedeutet:
* Was genau ist "es", was Sie wollen?* Wie wird der Erfolg konkret aussehen, wenn Sie ihn erreicht haben?
* Wie werden Sie sich verhalten, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben?
* Wie werden Sie mit Ihrem Erfolg umgehen?
* Wo werden Sie dann sein?
* Wie wird sich Ihr Leben dadurch im Vergleich zu heute verändern?
* Was müssten Sie heute schon verändern, um dorthin zu gelangen?
* Was müssen Sie tun, um Ihr Ziel zu erreichen?
Das ist echt ne Steilvorlage zum Philosophieren. Wenn ich diese Fragen lese, frage ich mich, ob der Terminus "Erfolg" nicht gleichgesetzt werden könnte mit "glücklich sein".
Hmm, was sacht den Wikipedia zum Begriff "Erfolg"?
Ursprünglich wurde mit dem Wort lediglich das Erfolgen bzw. der Verlauf eines Ereignisses beschrieben. In diesem Sinne formuliert noch Johann Wolfgang von Goethe: "[...] der ihm den ganzen Erfolg erzählte."Erst später erhält Erfolg die Bedeutung eines zunächst wertfreien, neutralen Resultats.
Für das, was später mit "Erfolg" bezeichnet wurde, dienten zunächst Begriffe wie "Sieg" oder "Glück". Mit dem Geist des Industrialismus nahm die Kategorie des Erfolgs die positiv bewertete Stellung ein, die zuvor mit beiden Begriffen beschrieben wurde.
Da der Begriff "Sieg" eine eher globale dimension aufwies, erwies er sich für den als privat verstandenen Charakter des Unternehmertums als ungeeignet. Ebenso wenig schien der Glücksbegriff für die neue Situation geeignet, setzte dieser doch eine schicksalhafte Mithilfe von anderer Seite (Gottes, des Zufalls o. a.) voraus.
Erfolg wurde zum auf der eigenen Leistung basierenden Voranschreiten (siehe Fortschritt) auf ein Ziel hin. Dabei kam dem Gelingen wie dem ökonomischen Wachsen eine entscheidende Bedeutung zu. Damit wurde jeder Einzelschritt auf dieses Ziel zum Erfolg. Der Erfolg wurde das Ziel.
Ok, wenn ich dieser Definition folge, ist der Unterschied zwischen "glücklich sein" und "Erfolg haben" einerseits die Schicksals-Unabhängigkeit des Erfolges, andererseits die durchaus finanziell orientierte Denke, die dem "glücklich sein" an sich fehlen kann. Sind also keine Synonyme.
Da es mir persönlich wichtiger ist, glücklich zu sein als wirtschaftlichen Erfolg zu haben, lerne ich aus meinen Überlegungen zu diesen Fragen, dass ich sie für mich erst an zweiter Stelle zum Thema "Erfolg" stellen muss.
A1 für meine Lebensphilosophie wäre, mir dieselben Fragen zu stellen, aber den Begriff Erfolg darin durch "Glück" zu ersetzen:
* Was genau ist "es", was Sie wollen?
* Wie wird das Glück konkret aussehen, wenn Sie es erreicht haben?
* Wie werden Sie sich verhalten, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben?
* Wie werden Sie mit Ihrem Glück umgehen?
* Wo werden Sie dann sein?
* Wie wird sich Ihr Leben dadurch im Vergleich zu heute verändern?
* Was müssten Sie heute schon verändern, um dorthin zu gelangen?
* Was müssen Sie tun, um Ihr Ziel zu erreichen?
Aber diese Fragen finde ich tatsächlich so spannend, dass ich dazu mal in ner ruhigen Stunde Antworten für mich finden werde.
Und mein Resümee: Erfolg ist ein Unterpunkt von Glück, macht aber das Glück mitnichten zur Gänze aus. Wie sieht das bei euch aus?
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Für mich habe ich entschieden, das Thema Erfolg nicht so sehr an das Thema “siegen” anzubinden. Letztlich bin ich immer erfolg(en)reich, da aus all meinen Handlungen etwas erfolgt. Wichtiger für mich ist heute die Frage nach dem, was meiner Meinung nach aus meinen Aktivitäten erfolgen soll. (Wer Hafer sät, der kann nun mal keine Gerste ernten)
Zum Thema Glück bin ich gerade auf einen neuen Blog gestoßen. http://www.faktor-g.de Wolff Horbach beschäftigt sich dort mit dem Thema Glück und Unternehmen.
Vielleicht bekommst du ja weiter Stoff zum philosophieren, wenn Du “Hectors Reise. oder die Suche nach dem Glück” von Francois Lelord, gelesen hast
Ein tolles Buch zum Thema Glück!
Entschuldigung. Ich wollte Dich nicht nötigen.
) Aber Du kannst ja auch später noch mal auf alte Beitäge referenzieren. Wenn sie weitergesponnen werden, ist das ja dann immer noch frisch.
Zu Hans-Gerd vielleicht noch: Der erfolgreiche “Sieg” muss ja nicht immer gegen jemand anderen errungen werden. Aber Erfolg ist ein messbares Ergebnis, sonst wüsste man ja gar nicht, dass man erfolgreich war. Und damit zumindest das Erreichen eines eigenen Ziels – oder kurz: ein Sieg.
@ Jochen: Stimmt, man muss sich nicht immer in Relation zu anderen sehen (sollte man sowieso nicht ständig) – auch ein “Sieg” über sich selbst (z. B. Angst überwinden) ist ein Sieg.
, darf ich also…
Aber dass ein Erfolg immer ein messbares Ergebnis sein muss,um ihn als solchen wahrzunehmen, sehe ich anders. Oft fühlt man einfach, dass man einen Schritt beim Leben-lernen weitergekommen ist und weiß ganz sicher, in einem bestimmten Punkt Erfolg gehabt zu haben. Ohne dass es messbare Hardfacts gibt. Und es stimmt trotzdem. Aber vielleicht ist das eine typische “Mädchen-Argumentation”. So what, bin ja eins
Meine Jagd nach Erfolg ist beendet, ich habe IHN!
Sehen wir uns doch mal weitere Erfolgreiche an:
Jürgen Höller – Erfolgstrainer
Bodo Schäfer – Money Coach
Erhard Freitag – positives Denken
Rattelband – Erfolgstrainer
Tschakaaa und weg sind sie!