Informationshappen gefällig?
abgelegt im Archiv Selbst-Management am 08.06.10

© frollein2007Täglich werden wir mit unzähligen Informationen überflutet. Die neuen Medien geben einen wahnsinnigen Takt vor.
Reicht es nicht irgendwann? Wer liest denn noch die ganzen Informationen? Morgens Zeitung, tagsüber die vielen Newsletter, RSS-Feeds, Kurznachrichten im Radio - und obendrauf noch die Fachinformatioen. Dieser Informationswust nimmt überhand, unser Hirn ist überfordert. Wir haben verlernt, die Aufmerksamkeit auf eine Sache zu richten.
So haben sich viele Medienherausgeber auf kleine Informationshappen versteift. Bild lässt grüßen: Schlagzeilen, einfache Sprache dominieren immer mehr. Focus reitet auch auf kleine Informationseinheiten à la Motto: Ein Häppchen für Mama, ein Häppchen für Papa...
Ich selbst erwische mich auch immer wieder dabei, dass ich lange Berichte scheue, weil ich die Zeit und Geduld nicht mehr aufbringen möchte. Ist das aber nicht krank? Verkümmert unsere Welt nicht dadurch und mutiert zur Oberflächlichkeit?
Auch im Verkaufsgespräch spricht man bereits von einer selektiven Informationsaufbereitung. Bloß den Kunden am Anfang nicht überfordern, lieber in mehreren Informationseinheiten servieren. Der banale Grund: Wir sind nicht mehr fähig, die uns gelieferten Informationen zu verarbeiten. Steuern wir auf eine over-Information-killed-Gesellschaft zu?
Wie geht es Euch mit diesem Thema?

© frollein2007
Permalink: Informationshappen gefällig?
Tags: Informationsflut Informationshappen Informationswust
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Kommentar von:
rainer
(24.06.10 17:09 Uhr)
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Es ist ja nicht nur, dass wir zu viel an Informationen erhalten sondern zudem nicht mehr zwischen Wahrheit und gewünschter Wahrheit unterscheiden können. Auch Informationen sind Politik.
Vor einem Jahr war ich endlich konsequent und mein TV-Apparat flog raus. Meine Befürchtung, unter einem Defizit zu leiden, wurde nicht bestätigt.
Es gibt Internet und im Alltagsgespräch erfahre ich das, was Menschen wirklich beschäftigt - sonst würden wir nicht darüber reden.
Daher meine Empfehlung: Schaltet ab, lest stattdessen ein Buch oder bewegt euch. Ihr verpasst nichts und könnt plötzlich selektiver konsumieren.