8Jul
Gewaltfrei kommunizieren - ein Gewaltakt?
© loop_oh

Gewaltfreie Kommunikation, ein durch Marshall B. Rosenberg geprägter Begriff, klingt meines Erachtens fürchterlich abstossend.
Ich rede da lieber von einer wertschätzenden Kommunikation.

Im kern geht es um eine "liebevolle" Kommunikation, die nicht gleich zumacht durch vernichtende Kommentare, sondern mit reinen beobachtenden Bemerkungen die Kommunikation öffnet und am Leben erhält. Der Geistliche Frederick Buechner bestätigt diese These mit einem schönen Zitat: "Es gibt wenige Dinge, die so wichtig, so spirituell sind, wie beobachten."

Wer also wertschätzend kommuniziert, der hat es in der Alltagskommunikation wesentlich einfacher. Der kennt quasi keine schwierigen Mitarbeiter oder Kunden. Denn dem gelingt es in der Regel, sein Gegenüber dort abzuholen, wo er steht. Aber was, wenn ein Kunde ohne scheinbaren Grund direkt ins Telefon brüllt und er sich nicht besänftigen lässt. Dann hilft auch diese "gewaltfreie" Kommunikationsmethode nicht viel. Alles hat wohl seine Grenzen.


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One Response to “Gewaltfrei kommunizieren – ein Gewaltakt?”

  1. Bekka T. sagt:

    Gewaltfrei kommunizieren muss nicht immer ein Gewaltakt sein. Natürlich kann man sich ärgern, wenn der Kunde einem ins Telefon brüllt. Aber einfacher macht man sich das Leben, wenn man sich einfach seinen Teil dazu denkt und eben bestimmt und trotzdem freundlich bei seinem Standpunkt bleibt. Jede Form von Beleidigung geschieht dann im Affekt und zeugt einfach von Unfreundlichkeit des Kunden und hat doch nichts mit dem Mitarbeiter zu tun. Relax ist hier die Devise ;) zumindest komme ich damit gut durchs Berufsleben.

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