E-Mail Spam und was Sie dagegen tun können
abgelegt im Archiv Arbeitsplatz-Organisation , Tools am 07.10.06
Gut 80 Prozent aller eingehenden E-Mails in Deutschland sind unerwünschter Spam, so war es gestern in der Süddeutschen Zeitung online, der WELT online, n24.de und vielen anderen großen Online-Medien zu lesen. Man bezieht sich auf eine Mitteilung des Bitkom, dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien.
Spam, definiert Wikipedia, das sindunerwünschte, in der Regel auf elektronischem Weg übertragene Nachrichten, die dem Empfänger unverlangt zugestellt werden und massenhaft versandt wurden oder werbenden Inhalt haben. Dieser Vorgang wird Spamming oder Spammen genannt, der Täter Spammer.
In diesem insgesamt lesenswerten Artikel wird auch die Herkunft des Begriffes Spam erklärt:Der Begriff entstammt dem Spam Sketch der englischen Comedyserie Monty Python's Flying Circus: In einem Café besteht die Speisekarte ausschließlich aus Gerichten mit SPAM, die "SPAM" teilweise mehrfach hintereinander im Namen enthalten. SPAM ist ein Markenname für Dosenfleisch, 1936 entstanden aus spiced ham, fälschlich auch spiced pork and meat/ham. Ein Gast verlangt nach einem Gericht ohne SPAM, die Kellnerin empfiehlt ein Gericht mit "wenig" SPAM. Als sich der Gast daraufhin aufregt, fällt ein Chor aus Wikingern, die die beiden anderen Tische besetzen, mit einem Loblied auf SPAM ein, bis der Sketch im Chaos versinkt. Im anschließenden Abspann wurden die Namen der Mitwirkenden ebenfalls um "Spam" ergänzt. Im Sketch wird das Wort "SPAM" insgesamt knapp 100 mal erwähnt.
Was aber kann man gegen Spam, diesen unerwünschten Werbemüll tun?
Auch dazu hat der Bitkom (zitiert aus der Süddeutschen Zeitung online) einige Tipps parat:1. Internet-User sollten eher eine komplizierte Adresse mit langer oder ungewöhnlicher Zeichenfolge wählen. Dies erschwere die Arbeit der Spam-absender, die automatisch E-Mail-Adressen generieren und ausprobieren.
2. Keinesfalls sollte man auf Spam-Mails antworten. Künftig gebe es sonst nur noch mehr Post.
3. Die privat genutzte E-Mail-Adresse sollte nur in Ausnahmefällen herausgegeben werden. Für Chats oder Bestellungen ist es laut Bitkom besser, sich eine zweite Kennung anzulegen. Wer über diese Adresse zu viel Spam bekommt, kann einfach zu einer neuen wechseln.
4. Mit Hilfe von Spamfiltern gelangen weniger unerwünschte Mails in
den Posteingang. Die Filter sortieren verdächtige Mails aus und legen diese beispielsweise in einem gesonderten Ordner ab.
5. Internet-User sollten vorsichtig mit Kontaktdaten von Freunden und Kollegen umgehen. Wer eine Nachricht an mehrere Personen verschickt, sollte alle E-Mail-Adressen im Feld "BCC" (Blindkopie) eingeben. Mit dieser Option sehen die Empfänger nur ihre eigene Adresse.
Diese Tipps möchte ich um einen weiteren ergänzen, der sich an die Designer Ihrer Websites richtet:
6. Viele Spammer schicken spezielle Programme ("Harvester", Spider" oder "Robots") durch das Internet, die über das "@"-Zeichen E-Mail-Adressen aus Webseiten auslesen und sie den Spammern liefern. Dem kann man beim Eingeben der Seiteninhalte ein wenig entgegenwirken, indem das @-Zeichen, besser noch die gesamte E-Mail-Adresse verschlüsselt wird. Z. B. kann man die E-Mail-Adresse in Unicode umwandeln. Dadurch werden alle Buchstaben, Ziffern und eben auch Sonderzeichen wie das @-Zeichen in Zahlenwerte umgewandelt, was den Such-Programmen das Auffinden zwar nicht unmöglich macht, aber zumindest erschwert.
Man kann mittels ASCII-Unicode-Tabellen mühsam jedes Zeichen einzeln umgewandelt eintippen, es gibt aber auch schon praktische Tools dafür, in die man die umzuwandelnde Zeichenfolge eintippt, einmal klickt und sie insgesamt als Unicode-Zeichenfolge ausgegeben bekommt. Diese braucht man dann nur noch per copy/paste in den Quellcode der eigenen Website hineinzukopieren und schon steht dort die E-Mail-Adresse ohne @-Zeichen. Für den Leser der Website ist kein Unterschied zur gewohnten Darstellung erkennbar.
Online kann man z. B. bei communic8 oder bei Webmasterfind.de eine beliebige ASCII-Zeichenfolge in Unicode umwandeln lassen.
Man kann sich aber auch diverse kleine Tools für diese Umwandlungen gratis downloaden, für deren Benntzung man dann nicht jedes Mal ins Internet muss:
* myvasco.com bietet den Mail-Spam-Blocker an.
* Bei 2andfro-Software gibt es gratis den mailto-Encoder.

2. Keinesfalls sollte man auf Spam-Mails antworten. Künftig gebe es sonst nur noch mehr Post.
3. Die privat genutzte E-Mail-Adresse sollte nur in Ausnahmefällen herausgegeben werden. Für Chats oder Bestellungen ist es laut Bitkom besser, sich eine zweite Kennung anzulegen. Wer über diese Adresse zu viel Spam bekommt, kann einfach zu einer neuen wechseln.
4. Mit Hilfe von Spamfiltern gelangen weniger unerwünschte Mails in
den Posteingang. Die Filter sortieren verdächtige Mails aus und legen diese beispielsweise in einem gesonderten Ordner ab.
5. Internet-User sollten vorsichtig mit Kontaktdaten von Freunden und Kollegen umgehen. Wer eine Nachricht an mehrere Personen verschickt, sollte alle E-Mail-Adressen im Feld "BCC" (Blindkopie) eingeben. Mit dieser Option sehen die Empfänger nur ihre eigene Adresse.
Permalink: E-Mail Spam und was Sie dagegen tun können
Tags: Spam EMail Email EMailAdresse unerwünschte Werbung Tipps Werbemüll @ ASCII Unicode spam mail+spam
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Kommentar von:
inco
(20.10.06 8:12 Uhr)
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"Für den Leser der Website ist kein Unterschied zur gewohnten Darstellung erkennbar."
Für Harvester, Spider o. Robots auch nicht mehr, sie wandeln die Seiten wie Browser erst um und suchen anschließend nach Verwertbarem. (siehe dazu auch die empfohlene Seite 2andfro.de)
Ich empfehle als 6. Punkt:
Beiträge in diesem Blog werden vor Spam geschützt, indem ich als Besucher eine abgebildete Zahl wiederholen muss...
Die Antwort liegt also nahe:
E-Mail-Adressen sollten immer als Grafiken veröffentlicht und mit einem Kontaktformular verlinkt werden.
Das Formular sollte niemals die Zieladresse (in versteckten Feldern) enthalten. Diese sollte vielmehr online bei Auswertung der gesendeten Formulareingaben hinzugefügt werden.
Diese Auswertung schützt bereits vor zweifellos unsinnigen Texteingaben, ungültigen Domains in angegebenen Absenderadressen etc.
Derart "fehlerhafte" Nachrichten müssen garnicht erst zugestellt werden, Server werden entlastet und es wird viel Arbeitszeit gespart.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Neelmeyer