
So, jetzt ist der Stundensatz ausgerechnet, mittels dem ich wirtschaftlich arbeiten kann. Es ist außerdem klar, dass ich außerdem mindestens noch den allgemein üblichen Marktwert für vergleichbare Leistungen in meine Überzeugungen einbeziehen muss. Und ich muss meinen so ermittelten Stundensatz dem potenziellen Kunden gegenüber auch argumentativ vertreten können. Die drei Säulen der Honorar-Kalkulation und -Durchsetzung hätten wir damit schon mal festgezurrt. Ich bin also unter dem Aspekt Honorarkalkulation bereit, Aufträge zu bekommen.
Aber: WILL ich auch jeden möglichen Auftrag?
Nein, ICH jedenfalls will nicht jeden. Ich hab mich nicht selbstständig gemacht, um auf Teufel-komm-raus zur Sklavin aller eintrudelnden Aufträge zu werden.
Aber ich kann Ihnen genau erklären, welche Aufträge ich annehme und welche nicht:
Für mich gibt es drei Haupt-Motivations-Faktoren – das magische Bundle, die Einfluss auf meine Entscheidung für Annahme oder ablehnung eines Projekts haben: Die Höhe Honorierung eines Jobs (ja, ich bin korrupt: Ich arbeite für Geld), die Reputation, die mir aus seiner Erfüllung erwächst und der Spaß, den ich mir von dem Job verspreche.
Damit ich einen Job annehme, müssen in der Regel mindestens zwei dieser drei Faktoren durch die Arbeit an ihm erfüllt sein (oder aller Voraussicht nach erfüllt werden). Also, z. B. das Honorar muss stimmen und der Job muss meiner Reputation förderlich sein. Oder er fördert massiv meinen geschäftlichen Ruf und ich hab' große Lust dazu.
Bis auf ganz extreme Ausnahmesituationen lehne ich Jobs ab, die nur eines der Kriterien erfüllen. Ja, auch richtig gut bezahlte, wenn sonst nix an dem Job sich für mich "rund" anfühlt.
Und wenn ein Auftrag gar alle drei Kriterien erfüllt (oder zu erfüllen verspricht), hören Sie mich wahrscheinlich bis zu sich nach Hause "Bingo!" rufen.
So. Im Teil IV gibt's noch Einzelheiten zu den drei Motivationsfaktoren und dann ist diese kleine Serie "habe fertig".
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