9Sep

Das Wunschkonzert

Dan Ariely, ein US-Verhaltensökonom, bringt wieder neue Ansichten über den Atlantik. Mit seinem neuen Bestseller "Denken hilft zwar, nützt aber nichts" wirft er viele Thesen und Dogmen über Bord.

Er meint:
- Je weniger wir von einer Person wissen, desto mehr schätzen sie. Deshalb ist Online-Daten anfangs so fruchtend. Nach dem ersten Treffen allerdings Tauchen wir ernüchternd an die wirkliche Oberfläche auf. Barack Obahma hatte anfangs viele Sympathien. Mittlerweile verlor er im Ranking, weil wir ihn besser kennen.
- Gratis-Produkte geben uns einen enormen Kauf-Kick und meistens merken wir das gar nicht.
- Nur silber! Bei Wettkämpfen ist der Drittplatzierte glücklicher als der Zweite. Ariely behaupt das zumindest.
Begründung: Der Dritte ist knapp am vierten Platz vorbeigeschrammt.

Erstaunlich, was da uns wieder alles zugemutet wird. Was meint Ihr dazu?


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3 Responses to “Das Wunschkonzert”

  1. Hans Kolpak sagt:

    Auf die Verpackung kommt es an! e=mc² Erwartung = Mystik x Chemie²

    Scherz beiseite: Zum Zusammenleben gehören zwei, die zusammenspielen. Zusammen spielen genügt nicht. Gelingt das vielleicht nur zwei Frauen und zwei Männern? In Freundschaften habe ich es wiederholt erlebt, aber nicht in Liebesbeziehungen wie Ehe und Lebenspartnerschaft.

    Der einen ging ich zu weit, der anderen kam ich nicht nahe genug. Abweichungen von den Erwartungen an mich wurden als Liebesunfähigkeit oder Egoismus interpretiert. So einfach ist das.

    Stellt Euch eine Tabelle vor mit 100 Werten und jeweils zehn Abstufungen von 1 bis 10. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß für jeden Wert die Abstufungen nahe beieinander liegen? Gleich Null oder?

    Daher hilft es mir nicht wirklich, ein weiteres Buch zu lesen, auch wenn es den Titel “Denken hilft zwar, nützt aber nichts” trägt. Dabei ist ein solches Dasein lebensnaher und liebevoller als die Fiktion aus der Literatur von der einzig wahren Liebe. So ein Schmarren!

    Die Frau, der ich begegne, erlebt mich anders und nimmt mich anders wahr als ich. Wie sollen wir da zusammenkommen, selbst wenn wir uns de facto perfekt ergänzen können? Wir wissen es nur nicht. Daher gehen beide weiter ihres Weges. So einfach ist das.

    Hans Kolpak
    Jura-Weblog.de

  2. Heike Eberle sagt:

    Hallo Hans Kolpak,
    nett diese Einsteinsche Formel auf Beziehungen umgemünzt. Und eine Erfahrung aus dem richtigem Leben herausgegriffen. Forschen hilft Menschen besser zu verstehen, im Nachhinein vielleicht. Aber das Leben und die gegenwärtige Begegung wird durch andere mystische Faktoren stark beeinträchtigt. Da stimme ich voll und ganz zu.

  3. Harald Kern sagt:

    Interessantes und lesenswertes Buch, besonders für Wirtschaftswissenschaftler und Leute mit BWL-Hintergrund. Die Hypothese vom vernünftig handelnden “homo oeconomicus” wird hier stark in Zweifel gestellt, eine bedenkenswerte Erkenntnis, die zu neuen Überlegungen in vielen Bereichen führt.

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