7Apr
Darf ich Sie einladen? - 2.Teil
© Alex Scarcella

Geht es Euch auch so, dass Ihr längere Gesprächen meidet? Gestern habe ich eine Blogreihe eröffnet, wo es darum geht, zu erläutern, was Quasselstrippen und Zuhörer in einer gemeinsamen Begegnung erleben und wie sie künftig besser miteinander kommunizieren können.

Hier die Fortsetzung der gestrigen Geschichte:
…Ich benötige immerhin 3 Stopp-Anlaufversuche, um das Gespräch einem guten Ende zu führen. Eine Antwort auf meine Frage bekam ich nicht wirklich.

Menschen, die zu übertriebenen Sprecheinheiten neigen, haben ein leichtes "Verstopfungssyndrom". Sie haben ein Kommunikationsproblem, weil sie nicht von jedem gehört werden. Manche Zuhörer (meist die nahen Anwesenden) beschimpfen sie: lass mich mit Deinem Geschwätz in Ruhe. Sie stossen auf kein Gehör und nutzen dann jede andere Gelegenheit, um drauf loszublabbern, ohne ein Feedback ihres Gegenübers einzuholen.

Dabei wäre wären folgende Fragen recht ratsam:
Schaue ich in ein gelangweiltes Gesicht? Macht der Zuhörer noch mit, ist das, was ich zu sagen haben, für den Anderen überhaupt interessant? Nehme ich meinem Zuhörer wertvolle Zeit weg, die ich verantworten kann?

Und hier nochmal in aller Deutlichkeit: Fachliche lange Gespräche meine ich mit diesen Gesprächen nicht, sondern die "Lala-Gespräche", deren Inhalte nicht von hoher Bedeutung und Wichtigkeit sind.

Quassler sollten lernen kurz und klar ihre Botschaften auf den Punkt zu bringen. Hierbei helfen die Sesamstraßen-Fragen wer-wie-was. Mit dieser Redetechnik stossen sie auf jeden Fall in der Gesellschaft auf mehr Aufmerksamkeit und Gehör. Sie fühlen sich somit stärker angenommen und wohler, denn auch ihnen kann es nicht gefallen, wenn sie wegen Vielreden gemieden werden.


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