Clipping-Services: Erschreckend schlechte Quoten
Posted by admin in PR, Medienarbeit
A propos Pressemitteilungen:
Ausschnitts-Dienste, die heute schick clipping-Service heißen, sind wichtige Dienstleister, um eine PR-Aktion und ihre Erfolge zu dokumentieren, um die Veröffentlichungen über den Mitbewerb zu verfolgen oder sich schlicht zu bestimmten Themen/Schlagworten umfassend zu informieren.
Diese Dienstleistungen sind nicht ganz billig und entsprechend hoch sind die (berechtigten) Erwartungen an die Vollständigkeit der Dokumentation.
Das PR-Agentur-Blog hat jetzt einen zwei Monate dauernden Vergleichstest zwischen zwei großen Clipping-Services gemacht – mit, wie ich finde, erschreckenden Ergebnissen:
Von insgesamt 119 nachgewiesenen Veröffentlichungen zu drei verschiedenen Begriffen – davon 102 im Print- und 19 im Online-Bereich – wurden nur 79 Prozent bzw. 52 Prozent von den beiden Clipping-Diensten gefunden.
Im einzelnen:
Landau Media fand 94 Clippings (Print: 78, Online: 16)
Ausschnitt fand 71 Veröffentlichen (Print: 65, Online: 6)
Tschuldigung, aber diese Quote finde ich für Unternehmen, die genau au diese Dienstleistung spezialisiert sind, erbärmlich – vor allem im Online-Bereich.
Hallo? Wir leben in Zeiten von Google-Alerts und einer Trillion anderer Online-Finde-Tools.
Abgesehen davon habe ich auch an der PR-Arbeit an sich was zu mäkeln: Die Verteilung der tatsächlich vorhandenen Veröffentlichungen zwischen Print- und online-Medien stimmt mich nachdenklich: Nur etwa 20 Prozent aller Veröffentlichungen sind Online-Veröffentlichungen. DAS darf bei professioneller Medienarbeit heutzutage m. M. nach eigentlich auch schon nicht passieren, selbst wenn eines der Themen nur regional begrenzt interessant ist.
Hmm, das mit dem Online-Monitoring scheint mir eine ausbaufähige Geschäftsidee zu sein. Da loosen die klassischen Ausschnittsdienste wohl noch mächtig. Marktlücke?!
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