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Blog-Karneval: Danke im Business

abgelegt im Archiv Unternehmer-Qualitäten am 21.11.07

Blog-Karneval: Danke im Business
Passend zum "besinnlichen Ausklang" des Jahres (ach du jeh, schon wiiieeder ein Jahr fast rum) hat Kai vom Excellence-Blog das Thema seines Blog-Karnevals gewählt, den er heute startet: Danke 2007 - der Business-Blog-Karneval.

Ja, ja, das ist schon so ne Sache mit dem Danke-sagen im Business.

Manche tun es grundsätzlich nie oder zwängen sich mit Mühe ein genuscheltes "Danke" durch die Zähne, aber auch nur dann, wenn man ihnen mindestens das Leben gerettet hat. Wahrscheinlich halten sie solches Menscheln für redundant, ein Dankeschön enthält ja keine ökonomisch effizienten Fakten.

Andere wiederum bedanken sich für eine Kleinigkeit so oft und überschwenglich, dass es einem schon peinlich ist.

Die erste Variante ist eine schöne Übung in Sachen Frustrationstoleranz, die zweite in Geduld. Angemessen finde ich für mich persönlich beide nicht.

Nein, "danke" zu sagen bringt mir direkt tatsächlich keine Vorteile. Trotzdem ist es für mich absolut selbstverständlich, mich zu bedanken (und das auch so zu meinen!), wenn jemand mir was auch immer Gutes getan hat. Ich bedanke mich auch, wenn einfach jemand seinen ganz normalen Job gut gemacht hat. Hey, warum auch nicht? Zeigt ihm, dass ich ihn wahrnehme und nicht in die Kategorie "Dienstleister-Objekt" degradiere und kostet mich genau nichts. Und ernten tu ich auch noch dafür. Nämlich ein fröhliches Gesicht. Super-Deal.

Sich für eine Kleinigkeit in Dankesbezeugungen förmlich zu ergießen, erreicht aber genau das Gegenteil. Das "Danke" wird unglaubwürdig, weil die Verhältnismäßigkeit nicht stimmt und noch dazu ineffizient, weil der mit Dank Überschüttete sich beim nächsten Mal wahrscheinlich dreimal überlegt, ob er hilft und sich diese Prozedur noch einmal antun möchte.

Im Leben und im Business - sinnfällige Trennung dieser beiden Bereiche, gell ;-) - kann man "Danke" aber nicht nur sagen sondern seiner Dankbarkeit auch durch materielle Zuwendungen Ausdruck verleihen. Für mich selbstverständlich ist z. B. das Zahlen einer "Vermittlungsprovision", wenn ein Kunde mich erfolgreich weiterempfiehlt oder mir jemand aus meinem Netzwerk zu einem Auftrag verhilft. Das kann Geld sein oder ein angemessenes Geschenk, über das mein "Vermittler" sich freut. Wobei dieses "Geschenk" durchaus auch in einer gratis-Dienstleistung bestehen kann.

Auch in diesem Bereich der Softskills wandeln wir also mit unserem Gefühl für Situationen und Menschen auf dem schmalen Grat zwischen zwei negativ besetzten Wirkungen.

Kann man lernen, hier den richtigen Mittelweg zu finden? Ich denke schon. Indem man sich fragt, wie man's selbst gern hätte, indem man sich bemüht, authentisch zu sein und indem man die Reaktionen seiner Gegenüber wahrnimmt und auswertet.

Permalink: Blog-Karneval: Danke im Business

Tags: BlogKarneval  Danke  Softskills  Verbindlichkeit 

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