Ausreden, Ausreden, Ausreden.
abgelegt im Archiv Selbst-Management am 03.06.09

Lass mich ausreden! heißt es manchmal so schön. Manchmal aber wollen wir Ausreden gar nicht hören, sie sind einfach nur lästig.
Warum sind Ausreden ein ständiger Wegbegleiter von uns? Weshalb bedienen wir uns gerne mit Ausreden? Was macht Ausreden so sympathisch, aber auch so unsympathisch?
Die guten Seiten von Ausreden: Sie sind ein ideales Vehikel um Unangenehmes angenehm zu verpacken. Es klingt doch wesentlich besser "Morgen abend bin ich leider schon auf einen Termin" als direkt unverblümt zu sagen "Ich habe keine Lust mich mit Dir zu treffen". Oder nicht?
Aber Ausreden haben natürlich auch ihre Schattenseiten: Dick und häufig aufgetragen wirken sie für den Empfänger unglaubwürdig. Und auch für den Ausredenkünstler selbst sind Ausreden auf Dauer nicht anderes als sich selbst "in die eigene Tasche" zu lügen. Da schiebt man die längst fällige Steuererklärung vor sich her und hat ständig andere Ausreden auf Lager "Ach, heute ist so ein sonniger Tag, den möchte ich doch nicht am Computer verplempern". Mit Ausreden drückt man sich vor einer Sache, die dadurch aber nicht besser wird.
Barbara Roser geht mit ihrem Buch "Das Ende der Ausreden" auf dieses Zeitphänomen ein.
Ein toller Abschluss-Ausreden-Tipp: Probiert es mal, einen lieben langen Tag ohne Ausreden auszukommen!
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Tags: ausreden rechtfertigung
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