16Jan
Aufs Konzentrieren konzentrieren

Grundsätzlich funktioniert es bei mir ganz gut, das Konzentrieren. Ich lasse mich meistens ganz und gar auf das ein, was ich gerade tue: texten, lesen, mit jemandem reden, einen Film gucken – was auch immer. Schon deshalb, weil ich den Flow liebe, der nur entsteht, wenn ich voll und ganz bei der Sache bin. Im Grunde bin ich also relativ Ablenkungs-resistent.

Aber es gibt auch Situationen, in denen es nicht so fluppt mit der Konzentration:

Wenn ich z. B. ziemlich ausgepowert bin oder
wenn eine Weile lang sehr viele Reize gleichzeitig auf mich eingeprasselt sind (wie kürzlich bei dem zweitägigen Kongress in Kassel) und meine Seele den tatsächlichen Geschehnissen noch etwas hinterherbummelt.. Oder
wenn ich – was selten genug vorkommt – gerade mal keine Lust zu dem habe, was jetzt gerade zu tun ist. Oder
wenn mich ganz, ganz wichtige persönliche Dinge sehr umtreiben. Oder eben,
wenn mir, wie zurzeit gerade, die Menge der anstehenden Jobs ein dezentes Panik-P auf die Stirn stempelt, so dass ich gar nicht weiß, wo ich zuerst anfangen soll.

Da kommt mir der Tipp von Robert Ringer – Autor z. B. von Winning Through Intimidation – gerade recht, um ihn mir für die nächste Zeit mal als Denk-dran-Zettel über'n Schreibtisch zu nageln:

Konzentriere dich auf's Konzentrieren.

Im Folgenden mal ein Auszug aus besagtem Artikel, den ich im Early to Rise-Newsletter fand:

Vor einiger Zeit sagte mir ein alter weiser Mensch: "Weißt du, wie ich Fehler vermeide? Ich konzentriere mich aufs Konzentrieren." Einfach brillant! Mir war noch nie zuvor bewusst geworden, dass man sich auf die Konzentration konzentrieren muss. …
Die Konzentrationsfähigkeit spielt in allen Lebensbereichen eine wichtige Rolle:

Haben Sie sich schon einmal die Hüfte an einer Tischkante angestoßen und sind dann drei Monate lang mit einem blauen Fleck herumgelaufen?
Oder haben Sie schon einmal eine E-mail an die falsche Adresse geschickt?
Oder kein Wort von dem mitbekommen, was Ihr Partner Ihnen gerade erzählt hat?
Oder gehören Sie auch zu denen, die zwei- oder dreimal nachschauen, ob sie die Tür wirklich abgeschlossen haben?
Oder zu jenen, die einen Absatz noch einmal lesen müssen, weil sie beim ersten Mal nichts mitbekommen haben?

Sicher wissen Sie nun schon, worauf ich abziele. In jedem dieser Fälle spielt mangelnde Konzentration die Hauptrolle. Abhilfe lässt sich hier nur durch ganz gezielte Übung schaffen.

Im Laufe der Jahre habe ich oft festgestellt, dass Erfolg und Misserfolg näher beieinander liegen als die meisten Menschen vermuten. Die Entwicklung und der Einsatz einer gesteigerten Konzentrationsfähigkeit ist natürlich keine Erfolgsgarantie. Aber ich finde es immer wieder erstaunlich, wie mir diese faszinierende Fähigkeit auf die Sprünge hilft.

Ich denke, genau das wird jetzt hilfreich für mich sein:

Ich werde mich darauf konzentrieren, konzentriert bei der Sache zu bleiben, die gerade "dran" ist. Werde mir sagen, dass ich sowieso nicht mehr tun kann als einen Schritt nach dem anderen. So werde ich mir viele schicke Flows zaubern und werde wahrscheinlich viel mehr schaffen, als ich mir in meinen kühnsten Träumen erhofft hätte.


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