Arbeitslos ohne Internet?
Posted by admin in Sonstiges

yannick hat gerade ein Blogprojekt auf Blogschrott.net laufen: Selbstständigkeit durch das Internet?
Hmm, als erstes dachte ich: Komischer Titel, wieso Selbstständigkeit durch das internet? Mit dem Internet ok, ohne wären viele meiner Jobs auch schwieriger zu handlen. Aber durch?
Und dann dachte ich: Dazu musst du was bloggen. – Was bloggen?
Da hat's "klick" gemacht. Viele Möglichkeiten zu arbeiten gibt es nämlich überhaupt nur, weil es das Internet gibt. Ohne wäre kein Bedarf da für Blogger, Webdesigner, Webentwickler, Online-Marketing-Profis, SEOs…
Mich würde mal interessieren, wie viele Leute in Deutschland nichts mehr zu tun hätten, wenn es das Internet nicht gäbe. Gibt's da eigentlich irgendwo Zahlen zu?
Obwohl ich mich durchaus als web-affinen Menschen bezeichnen würde, hat mich die Erkenntnis unserer Abhängigkeit von diesem durchaus praktischen "Tool" dann doch erschreckt.
Ich brauch mir ja nur meine eigene Lebensplanung anzugucken: Noch im Januar 2007 hätte ich nicht, so wie ich es jetzt plane, nach Namibia gehen können. Jedenfalls nicht, ohne dort einen völlig anderen Job zu machen als hier. Es gibt nämlich erst seit April 2007 schnelles Internet in Windhoek. Hm. Und ausgerechnet ich überlege – wenn auch nur kurz -, was Yannick meint mit "Selbstständigkeit DURCH das Internet".
Und um auf Yannicks Thema zurückzukommen: Ich denke, dass das Internet die Möglichkeiten, sich selbstständig zu machen, enorm erweitert hat. Und zwar nicht nur von den Arten der Tätigkeiten her – das hatten wir ja schon oben – sondern auch von den Möglichkeiten her, wo und wann man arbeitet. Z. B. viele Menschen mit kleinen Kindern können zuhause arbeiten und sie können sich ihre Arbeitszeiten viel leichter einteilen.
Und: Leute mit wenig Startkapital können sich dank des Internets selbstständig machen, weil es hier fast ausschließlich um Dienstleistungsbranchen geht. Um IT-affine Projekte zu bearbeiten, muss man weder einen großen Laden anmieten noch für zigtausend Euro Waren vorhalten. Und durch die Vernetzungsmöglichkeiten im Internet braucht man nicht gleich fünf Leute festanzustellen, wenn man bestimmte Fähigkeiten oder zeitliche Kapazitäten nicht selbst hat. Outsourcing wird viiieeel leichter.
Und: Leute, die sich selbst nicht gerade als besonders kontaktfreudig bezeichnen würden, können sich selbstständig machen. Sie leisten still in ihrem Kämmerlein oft Erstaunliches und müssen sich dem Trubel livehaftiger Kunden nicht aussetzen.
Und: Menschen, die Scheu vor persönlicher oder telefonischer Akquise haben, können für ihr eigenes Unternehmen trotzdem auf der Tastatur tippelnd prima Kunden akqurieren.
Na ja, und von all den Menschen, die direkt von Hardware- oder Software leben, die auch nur gebraucht wird, weil es das Internet gibt, müssen wir gar nicht erst reden.
Hey, Regierungen aller Länder mit hoher Arbeitslosigkeit: Denkt euch doch auch mal so was bahnbrechend Arbeitsplätze Schaffendes aus wie das Internet. Dann hättet ihr viel weniger Kummer.
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toller beitrag, es ist wahnsinn was gerade mit dem einbruch von WEB 2.0 im internet los ist, social networking usw… hammer… langsam bekommt man kaum durchblick im ganzen, bzw schwer das alles im auge zu behalten…