7Feb

Abmahnungen incognita
Wonach sieht dieser Brief aus? Genau: Nach "direkt und ungeöffnet ins Altpapier, weil plöde Werbung."

Weit gefehlt!
Es handelt sich um eine abmahnung einer Anwaltskanzlei – mit einem Absender, der die Anwaltskanzlei nicht erkennen lässt. Ohne Poststempel, was die Rückdatierung leicht macht. Von einem Zustelldienst, der die Assoziation "Werbesendung" geradezu aufzwingt.

Man wirft's also ungelesen weg. Und dann?
Silke Schürmann vom KMU-Blog beschreibt es:

… eine unwidersprochene Mahnung ergibt einen pfändbaren Titel ungeachtet der Tatsache, ob die Forderung je berechtigt war und ob der Angemahnte jemals Kenntnis von der Forderung hatte, ja ob er überhaupt jemals mit der fordernden Partei Kontakt hatte. Ein Eldorado für Trickbetrüger. Angesichts der zahlreichen Dienstleistungen die man per Onlineformular buchen kann und häufig schon als anerkannte Beauftragung für wahr genommen werden und damit selbst von seriösen Inkasso-Unternehmen akzeptiert werden, eine schöne Bescherung.

Also aufgepasst, denn Anlässe zu Abmahnungen gibt es zurzeit ja reichlich. Ob das das neue Telemediengesetz ist oder die Gesetzesänderung wegen der Pflichtangaben in E-Mails.

Falls dann also eine Abmahnung ins Haus geflattert kommt (und Sie sie als solche erkannt haben), besteht akuter Handlungsbedarf. Dr. Web hat intensiv recherchiert und eine umfangreiche Quellensammlung zu Erster Hilfe bei Abmahnungen zusammengestellt.

Die Quellensammlung fand ich via Basic thinking.


You can leave a response, or trackback from your own site.

One Response to “Abmahnungen incognita”

  1. Christoph Römer sagt:

    Ein sehr hilfreiches Posting. Habe zwar bislang nichts mit Abmahnungen zu tun gehabt, aber es ist ja schliesslich immer gut, zu wissen, wie man sich im “Fall der Fälle” am Besten verhält …

Leave a Reply

Impressum